• geschichte.jpg
  • geschichte_2.jpg
  • geschichte_3.jpg

Cafe Blank - Bäckerei & Konditorei

Öffnungszeiten

 

Montag - Freitag
Samstag
Sonntag
Feiertag


 

6:30-18:30 Uhr
6:30-14:00 Uhr
8:00-18:00 Uhr

8:00-12:00 Uhr

bohne

 

Über 100 Jahre Bäckerei Blank

Karl Theophil Dannbacher, geb. am 27.9.1874, vom 14.10.96 bis 23.9.98 Soldat beim Grossherzoglichen Bad. Pionier Bataillon, kaufte 1899 von einem Rastatter Mehlhändler das Anwesen Schulzengasse 6, das dieser zwei Jahre zuvor von der damals schon bestehenden Bäckerei Ehhalt erwarb. Er führte den Betrieb, zusammen mit seiner Ehefrau Barbara geb. Römmele, bis zu seinem Tode am 11.3.1928. Danach übernahm seine Frau bis zu ihrem Tode, am 19.6.1928, die Bäckerei.

Die Jüngste der drei aus dieser Ehe entstammten Kinder Lina Dannbacher, geb. am 6.1.1904, heiratete am 30.8.28 den bei ihnen beschäftigten Friedrich Blank, geb. am 31.10.1902.

Am 3.9.28 kaufte Gottfried Blank ( Vater von Friedrich Blank ) das Anwesen von der Erbengemeinschaft Dannbacher.

Vater Friedrich Blank, der am 5.5.26 die Meisterprüfung im Bäckerhandwerk abgelegt hatte, leitete den Betrieb vom 1.9.28 bis zum 31.12.1966, also über 38 Jahre. Bei der Übernahme 1928 galt es, sich auch mit den beiden Schwägerinnen Toni Ziegler und Anna Wyrisch auseinander zu setzen, was offenbar nicht ganz einfach war. Der Betrieb ging durch manche Höhen und Tiefen. So schilderte Lina Blank geb. Dannbacher, dass sie in der Zeit der großen Arbeitslosigkeit als warten musste, bis sie einige Groschen eingenommen hatte, um im gegenüberliegenden Lebensmittelgeschäft etwas zum Kochen kaufen konnte.

Soweit wir es selbst beurteilen können, begann der Aufschwung für den Betrieb im Jahre 1956 als wir den Verkaufsladen im Heidelberger Schwimmbad übernahmen. Da bei schönem Wetter bis zu 10 000 Besucher im Bad waren kann man sich vorstellen, welcher Andrang herrschte. Im Laufe der sechs Sommer wurde drei mal die Glastheke eingedrückt, so dass sich manchmal die Bademeister bereit erklärten den Laden abzuriegeln bis die Gäste bedient waren, um erst danach die Nächsten einzulassen.

In dieser Zeit bewahrheitete sich, dass die Familie Blank zusammenhält. Denn die drei Söhne Fritz, Horst, Rolf und deren Schwester Lore mussten immer mit ran. Auch die mit der Zeit hinzugekommenen Schwiegertöchter wurden eingespannt. Im Herbst 1956 hatte man dann Personal und nicht allzuviel Arbeit. Daher entschloss sich Friedrich Blank eine Filiale zu übernehmen. Es war die Bäckerei Schulz in der Kaiserstraße, heute eine Filiale der Bäckerei Riegler. Später kam noch eine zweite Filiale in der Hans-Thoma-Straße hinzu.

Nach dem Tode von Gottfried Blank wurde das Anwesen am 11.4.58 im Grundbuch auf den Eigentümer Friedrich Blank eingetragen.

1959 verursachte ein Kaminbrand oberhalb des Backofens einen Hausschaden. Die Reparatur und die entsprechenden Auflagen ließen bald erkennen, dass man so nicht weiter- machen konnte. Nach mehreren Überlegungen entschloss man sich, das im Jahre 1599 erbaute Haus in zwei Bauabschnitten abzureißen und neu aufzubauen. Die Planung und Bauleitung lag in den Händen unseres eigenen Bauingenieurs Friedrich Blank. Auch hier mussten Friedrich und Lina bis zur Grenze des belastbaren gehen. Wusste man doch nicht, wie die neue Bäckerei und das neu angegliederte Café angenommen wird.
Am 2.2.62 nach nur zehn monatiger Bauzeit konnte der neue Laden mit Café eröffnet werden. In dieser Zeit wurde der Betrieb nicht geschlossen. Zu erst wurde in der stillgelegten Bäckerei Fach in der Ladenburger Straße gebacken und im alten Laden verkauft und ab August 61 in der neuen Backstube gebacken und in der Nachbarschaft in der Brückenkopfstraße verkauft. Es stellte sich sehr schnell heraus dass man mit der Konzeption richtig lag, um die hohen Belastungen zu erwirtschaften.

Im Herbst 1964 führte Friedrich Blank und Sohn Rolf Blank dann, den in Heidelberg fast vergessenen Zwiebelkuchen wieder ein. Unseres Wissens nach gab es damals nur im Weinhaus Widder in der Hauptstraße noch diese Spezialität. In der ersten Saison stellten Sie 187 Kuchen her. 1965 waren es 480,
und 1966 schon 846 Kuchen.

Am 28. Juli 1966 mussten die vier Geschwister Ihre Mutter Lina Blank im Alter von nur 62 Jahren, und am
16. November 1967 Ihren Vater Friedrich Blank im Alter von gerade mal 65 Jahren zu Grabe tragen.

Seit dem 13.5.68 ist Rolf Blank als Eigentümer der Schulzengasse 6 vermerkt.

Am 1. Januar 1967 übernahmen , Gudrun und Rolf Blank, den Betrieb. Rolf hatte am 12. Mai 1960 die Bäckermeisterprüfung abgelegt. Am 17.Juni 1969 folgte der Konditormeister. Zu dieser Zeit hatten Sie bereits zwei Söhne, Klaus und Uwe, denen 1968 noch Axel folgte. Da Sie, Gudrun und Rolf, seit 1962 die sieben Tage-Woche hatten, waren die Belastungen mit drei Kindern und ohne elterliche Unterstützung, recht hoch. Daher beschlossen Sie im April 68 sich von den beiden Filialen zu trennen, da Sie nur noch Masse produzierten und die Qualität litt. Auch das wirtschaftliche Ergebnis 67 war nicht besonders. Mit der Abgabe der Filialen gaben Sie allerdings auch 40% unseres damaligen Umsatzes ab. Es ging damals nach dem Prinzip „ Alles oder Nichts“. Durch die Möglichkeit, sich wieder um Qualität zu kümmern, eine größere Auswahl zu bieten ( Sie hatten dann 1969 immerhin schon 30 Brotsorten, was damals noch nicht üblich war ) entwickelte sich der Betrieb zu dem, was ihn dann recht bekannt gemacht hat. Vorher wurde erwähnte, dass Vater Friedrich 1966 schon 846 Zwiebelkuchen hergestellt hat. 1967 konnten Sie schon das Fest des1000 sten Kuchen feiern. Aus diesem Anlass wurde , wie in den Folgejahren, immer ein Altersheim mit einem Zwiebelkuchenessen beschenkt. Die Spitze resultierte in einer Saison bis nahezu 4000 Kuchen, wobei der „Heidelberger Herbst“ einen Teil dazu bei trug. Übrigens wurde der „Heidelberger Herbst“ bei der 70. Geburtstagsfeier der Bäckerei Blank im Jahre 1969 von dem damaligen Oberbürgermeister Reinhold Zundel erstmals diskutiert, wobei sich Obermeister Hermann Kupfer für die Bäcker-Innung und Rolf und Gudrun für das „Café Blank“ bereit erklärten mitzuwirken. Ab Januar 1972 schlossen Sie Sonntags das Café, um eine sechs Tage-Woche zu erreichen.

Im Frühjahr 1979 machte sich bei Rolf Blank eine Mehlstaub Asthmaerkrankung bemerkbar, die Ihn Ende 82 zur Verpachtung des Betriebes zwang. Leider konnte der Pächter aus verschiedenen Gründen den Umsatz nicht halten, so dass er am Ende des Pachtverhältnisses nur noch einen Bruchteil unseres Umsatzes erzielte.

Anfang 1998 übernahm Sohn Axel mit seiner Frau Petra, in der vierten Generation, wieder den Betrieb. Axel bestand am 28.Januar 1994 die Konditormeisterprüfung und am 17.Juni 1997 als Kammerbester die Bäckermeisterprüfung. Am 1. Januar wurde in, wie bei Blank’s üblich, einer Gemeinschaftsaktion mit dem Entfernen der alten Einrichtung, und danach unter der Leitung unseres Familienbauingenieurs, der Umbau der Räumlichkeiten durchgeführt, der in den jetzigen Bestand mündete. Auch die Geschäftskurve zeigt wieder einen erfreulichen Aufwärtstrend.

 

3 kl1 kl4 kl

© 2016 Cafe Blank // Im Herzen von Heidelberg // Schulzengasse 6 // 69120 Heidelberg // Phone 06221-402240 All Rights Reserved.